Alles andere als Routine für Schüler und Lehrer
-SchülerInnen aus Gran Canaria zu Besuch am Albert-Einstein-Gymnasium -
 
Nachdem die 13 Schülerinnen und Schüler vom AEG im vergangenen Januar ihre Gastgeschwister am Insituto de Enseñanza in Ingenio auf Gran Canaria besucht haben, erfolgte nun der Gegenbesuch von 15 Gastschülerinnen und Gastschülern und ihren beiden betreuenden Lehrerinnen Frau Elena Forga Martel (Deutschlehrerin und Leiterin des Austausches) und Marisa Marrero Gómez (Musiklehrerin) vom 16.-23. März am Albert-Einstein-Gymnasium in Sankt Augustin. 
Bereits zum fünften Mal findet der Austausch der besonderen Art zwischen dem IES Ingenio in Gran Canaria, Spanien und dem AEG statt. Anne Brosius, Französisch- und Spanischlehrerin am AEG leitet neben anderen Austauschprogrammen mit Spanien, Chile und Guatemala auch den Schüleraustausch mit der Partnerschule auf Gran Canaria. „Dieses Jahr war die Nachfrage der Spanier so groß, dass wir auf deutscher Seite den Bedarf kaum decken konnten und es sogar deutsche Familien gab, die zwei Kinder aufgenommen haben oder noch einmal einen Gastschüler aufgenommen haben. Dieses große Interesse freut mich sehr“, so Anne Brosius. 
So etwas wie Routine gibt es allerdings nicht bei einem Schüleraustausch, denn es gibt zwar immer ein abwechslungsreiches Programm, doch die Zusammensetzung der Austauschgruppe ist immer anders, vieles hängt vom Wetter ab und ist nicht immer im Voraus kalkulierbar. Manchmal gibt es kleinere Verständigungsprobleme innerhalb der Familien, da sowohl die deutschen als auch die spanischen Schüler über unterschiedliche Sprachniveaus verfügen und unterschiedliche Charaktere haben. 
Da sich die Schülerinnen und Schüler bereits im Januar in Spanien kennengelernt haben, ist es für viele der deutschen Schüler so, „als ob Freunde zu Besuch kämen“, sagen die Teilnehmer am Austausch, die den Gegenbesuch sehnsüchtig erwartet haben. Den Kontakt habe sie während der Zwischenzeit auch regelmäßig über WhatsApp gehalten. Beindruckt waren die Gastschüler vor allem von den großen Häusern und dem Frühlingserwachen. „Die Häuser sind so groß und hier ist alles so grün“, sagte eine spanische Austauschschülerin beeindruckt, und zeigt auf die Häuser und Gärten in der Umgebung. 
Frau Brosius hat für die spanischen Gäste ein interessantes und abwechslungsreiches Programm vorbereitet. So genossen alle Schüler gemeinsam die Fahrt mit der Zahnradbahn beim Besuch des Drachenfels in Königswinter. Die meisten Fotos wurden wohl vom Rhein gemacht, da es auf Gran Canaria nur das Meer gibt. Des Weiteren besuchten die Gäste in Bonn das Haus der Geschichte, lernten die Bonner Innenstadt bei einer Rallye kennen und erlebten eine Dombesteigung in Köln. Besonders beeindruckend war der Besuch im Kölner Zoo, dessen tierische Vielfalt es in solcher Art auf den kanarischen Inseln nicht gibt. Am Wochenende unternahmen die Gastfamilien individuelle Ausflüge mit den spanischen Gästen, aber bei keinem durfte der Besuch bei HARIBO fehlen. In dieser Hinsicht sind alle Schüler Naschkatzen! Auch kamen gemeinsame sportliche Aktivitäten nicht zu kurz. So organisierten die deutschen Schüler für ihre spanischen Gästen eigenständig eine Abschiedsparty auf der Bowling-Bahn. 
 
Gran Canaria Austausch Foto
 
Neben allen Freizeitaktivitäten lernten die Gäste aber auch unser deutsches Schulsystem kennen und besuchten mit ihren Austauschschülern den regulären Unterricht.
Schulleiter Michael Arndt betont die besondere Bedeutung der verschiedenen Austauschprogramme am Albert-Einstein-Gymnasium und hebt hervor, dass die Jugendlichen neben der Verbesserung der Sprachkenntnisse vor allem auch Offenheit gegenüber „fremden“ Menschen entwickeln und somit auch sich selbst besser kennen lernen können. Der Gran Canaria -Austausch gehört mittlerweile fest zum Schulprogramm des AEG und richtet sich vor allem an Schüler der 9. Und 10. Klasse im 2. und 3. Lernjahr Spanisch. 
Trotz eines tränenreichen Abschieds am Köln/Bonner Flughafen freuen sich bereits einige Schüler über die Einladung ihrer Partner nach Gran Canaria und planen bereits den nächsten Besuch. 
 
© Anne Brosius