Isendoorncollege 2018
 
Es war am Morgen des´24 September 2018, ein Montag, als wir uns mit Herrn Kaufmann und Frau Zacker vor dem Cineplex in Siegburg trafen. Die Luft war frisch, der Himmel grau, aber wir alle waren voller Vorfreude: In wenigen Minuten sollte unsere Reise in die Niederlande, genauer gesagt der Austausch mit den Schülern des Isendoorn-College in Zutphen, beginnen. Wir sind vier Stunden gefahren, leider hatte ein Zug Verspätung, doch das war uns egal. Endlich waren wir dann im letzten Zug, der uns an den Bahnhof nach Zutphen bringen würde, wo wir von unseren Gastfamilien abgeholt wurden. Angekommen, stiegen wir aus und versammelten uns an einem Treffpunkt am Bahnhof. Alle Austauschschüler waren schon da. Ungefähr eine Woche zuvor, hatte wir schon per E-Mail mit den holländischen Schülern und Schülerinnen geschrieben und Whatsappnummern, Instagramm/- beziehungsweise Snapchatadressen ausgetauscht. Zunächst waren sowohl wir, als auch die niederländischen SchülerInnen etwas schüchtern, aber nach einigen Minuten hatte sich jeder gefunden und fuhr zum Wohnplatz der Gastfamilien. Es war ein regnerischer Nachmittag aber jeder konnte seine Gastfamilie etwas besser kennenlernen.
Am nächsten Morgen war es sehr frisch, jedoch schien es ein sonniger und vor allem trockener Tag zu werden. Es ging direkt los zur Survivalbahn im Nachbarort Eefde. Gegen 9:45 Uhr waren alle per Fahrrad angekommen und es ging direkt los. Erst dachten wir, dass wir in einem Kletterwald, der neben einer Kartbahn und der Survivalbahn ebenfalls dort vorhanden war, klettern würden, aber leider blieben wir nur am Boden. Schön war es trotzdem; wir sollten so schnell es geht über klettergerüstähnliche Konstruktionen klettern, uns an Seilen hangeln und natürlich schnell von Station zu Station wechseln. Es gab mehrere Gruppen und die Schnellste bekam zwei Tage später einen Kuchen. Ungefähr um 11:00 Uhr ging es dann weiter zum College, nach 20 Minuten waren wir dort. Das Isendoorn College fanden alle sehr schön, es ist bunt gestaltet. Was für uns neu war, war, dass die Klassenräume nicht durch normale Betonwände abgetrennt waren, sondern durch Glaswände. Jedenfalls hatten wir bis 13:00 Uhr nichts zu tun, aßen etwas oder schauten aufs Handy, denn im Gegensatz zu unserer Schule gibt es dort WLAN und kein Handyverbot. Um 13:00 Uhr hieß man uns willkommen und danach wurden wir von unseren Schülern kurz durch die Schule geführt, um uns einen kleinen Überblick zu verschaffen und von 13:30 bis 14:15 Uhr haben wir ein paar Grundkenntnisse in Niederländisch von einem Lehrer beigebracht bekommen. Im Anschluss erhielten wir Fotos von Plätzen in Zutphen, mussten diese als Gruppen aufsuchen und mit ihnen im Hintergrund ein „Beweisfoto“ machen. Danach fuhr jeder mit dem Fahrrad nach Hause. Den Rest des Nachmittags verbrachten wir mit unseren Gastfamilien.
 
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Am Mittwochmorgen ging es früh los: Nachdem wir uns mit den Anderen beim College getroffen hatten, nahmen wir einen Bus nach Arnhem. Nach einer Stunde Fahrt; von 9:00 bis 10:00 Uhr kamen wir am „Open Air Museum“ an. Obwohl es ein weiterer schöner Tag zu werden schien, war es echt kalt. Bis circa 13:00 Uhr erledigten wir Aufgaben auf dem unendlich groß scheinenden Gelände, danach schauten wir uns noch ein bisschen was zur Geschichte Hollands an. Um 14:00 Uhr machten wir uns zu Fuß auf den Weg in die Arnhemer Innenstadt und durften bis kurz vor 17:00 Uhr in kleinen Gruppen etwas durch Geschäfte bummeln und Souvenirs oder andere Dinge kaufen. Zu schnell war es 17:00 Uhr und wir nahmen wieder den Bus zurück nach Zutphen. Um 18:00 Uhr machte sich jeder mit Fahrrad oder Auto auf den Rückweg und hatte noch einen freien Abend.
Unerwartet schnell war es schon der letzte Tag, den wir in Holland verbringen .würden, trotzdem ein weiterer schön gestalteter Tag. Morgens um 9:00 Uhr trafen wir uns in der Nähe des Isendoorn Colleges und konnten bis ungefähr um 11:00 Uhr noch in verschiedene Läden gehen und/oder einmal am Markt in Zutphen die vielen Verkaufsstände anschauen. Als die Zeit um war, machten wir uns auf den Weg zur Schule, um Präsentationen oder Spiele rund um das Thema Wasser anzufertigen. Um 15:00 Uhr hatten alle gute Ergebnisse innerhalb der Gruppe gestaltet und wir hatten „Schulschluss“.
Für den letzten Abend war ein Buffet vorgesehen, für das jeder etwas mitbringen sollte. Um 18:30 Uhr trafen wir uns wieder in der Schule, diesmal in der Aula. Das Buffet beinhaltete alles von Mini-Pizzen bis Schokomuffins, von Wasser bis Cola und damit es nicht ganz ungesund aussah, stand noch ein Schälchen mit Tomaten und Gurke dabei ;-). Nach nur einer Stunde machten wir uns auf den Weg zurück zum Wohnsitz unserer Gastfamilien und konnten Koffer packen oder noch etwas mit unseren jeweiligen niederländischen Schülern und Schülerinnen machen.
Schließlich war es Freitagmorgen und alle machten sich fertig, um pünktlich um 8:45 Uhr an der Bahnstation in Zutphen zu sein. Nun hieß es "Tot ziens!"/ Auf Wiedersehen. Unsere Bahn sollte um 9:08 Uhr kommen. Viel zu schnell ging der Austausch vorbei, viel zu schnell saßen wir in der Bahn, die zurück nach Hause bringen sollte. Die holländischen Schüler und Schülerinnen haben uns noch nachgewunken, als die Bahn losfuhr.
Der Austausch war ein relativ kurzes, aber tolles Erlebnis, das niemand von uns vergessen wird. Wir haben viel gelernt, aber es vor allem auch genossen. 
Zum Glück ist der Austausch noch nicht vorbei, denn nächstes Jahr im Mai, werden die niederländischen Schüler und Schülerinnen zu uns kommen. Darauf freuen sich alle!
Lena Lara Behrends, 8b