Drittort-Begegnung mit unserer polnischen Partnerschule in Weimar
 
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17. Juni bis 21. Juni 2018
Als Pilotprojekt für die Oberstufe (EF & Q1) ist eine Gruppe von 13 Schülerinnen und Schülern mit Frau Brüning und Herrn Wissen vom 17. Bis zum 21. Juni 2018 nach Weimar gefahren, um dort 15 Schülerinnen und Schüler der polnischen Partnerschule aus Skawina zu treffen und mit ihnen gemeinsam an einem Projekt zu arbeiten.
Das Thema dieser Exkursion war „Erinnerungskultur“ mit dem, Ziel polnische und deutsche Jugendliche auf diesem Wege näher zueinander zu bringen und die zwischenschulischen und zwischenmenschlichen Beziehungen beider Schulen zu stärken. Als Aufenthaltsort diente die „Europäische-Jugend-Begegnungsstätte Weimar“, welche recht zentral an einem Hang neben dem Stadtpark und der Ilm liegt. Etwa fünf Minuten Fußweg trennten uns von der Innenstadt.
 
Sonntag, 17. Juni 2018:
Am ersten Tag unserer kleinen Reise haben wir uns früh morgens in Siegburg getroffen und sind über Köln, Frankfurt und Erfurt mit dem Zug nach Weimar gefahren. Nach knapp fünf Stunden Fahrt kamen wir dort an, und uns erwartete ein komplett anderes Bild einer Stadt als in Westdeutschland. Es war deutlich ruhiger, es gab kaum Industrie und die Gebäude waren sehr kunstvoll gestaltet. Nach der Ankunft in der EJBW und dem ersten Kennenlernen der polnischen Gruppe wartete auch schon der erste Programmpunkt auf uns, und wir wurden relativ schnell in das Thema eingeführt. In international gemischten Gruppen haben wir uns über persönliche Erfahrungen mit „Erinnerungen“ ausgetauscht und unsere Ergebnisse auf Plakaten festgehalten (verständigt haben wir uns in Englisch). Im Anschluss folgte eine Stadtrallye mit der Aufgabe, in Gruppen verschiedene Sehenswürdigkeiten aufzusuchen. Nach dem eigentlichen Programm stand Freizeit auf dem Plan und wir haben uns wie schließlich jeden Abend zum Volleyballspielen getroffen.
Montag, 18. Juni 2018
Nach dem Frühstück fand ein Seminar mit dem Titel „Remember! - Rememberance?“ statt bei dem wir Instrumente erarbeitet haben, welche zum Erinnern dienen. Dies war die Einführung in den Themenbereich der Weimarer Klassik, repräsentiert durch Goethe und Schiller – die zentralen Figuren der Weimarer Erinnerungskultur. Nach der Mittagspause folgte eine Parkführung, bei der wir z.B. Goethes Gartenhaus und weitere Sehenswürdigkeiten kennengelernt haben.
 
Dienstag, 19. Juni 2018
Am dritten Tag unserer Exkursion wurden wir morgens zur Besichtigung des Goethe-Museums und des Wohnhauses von Schiller in zwei Gruppen geteilt. Eine Gruppe bestand aus den Schülerinnen und Schülern der EF und einem Teil der polnischen Gruppe, die zweite bestand aus den Schülerinnen und Schülern der Q1 und dem anderen Teil der polnischen Gruppe. Da es durch den Unterricht sehr nahe lag, hat die Gruppe der Q1er das Goethe-Museum besucht und die Gruppe der EF Schillers Haus. Das Besondere am Goethe-Museum war, dass alle 300 ausgestellten Gegenstände original (restauriert) waren. 
Am Nachmittag sind wir gemeinsam als Gruppe in die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald gefahren, um diese zu besichtigen. Für alle war dies ein sehr bewegender Ausflug, der uns zum Nachdenken und zum Austausch unserer Erfahrungen angeregt hat.
 
Mittwoch, 20. Juni 2018
Dieser Tag bestand wieder aus diversen Workshops zum Thema „Rememberance“  und einer kreativen Projektarbeit, bei der die Schülerinnen und Schüler gebeten wurden, in einer kurzen Präsentation eigene Entwürfe zur Erinnerungskultur zu erarbeiten. Die Ergebnisse waren vielfältig: Einige hatten eigene Texte aus deutscher und polnischer Perspektive verfasst, andere ein Video im Goethe-Haus gedreht, Fotodokumentationen von Weimarer Erinnerungsorten erstellt oder Interviews mit Passanten geführt. Dieser Teil war für uns alle sehr spannend und mit viel Spaß verbunden. Am Nachmittag und Abend konnten wir auch wieder viel Freizeit genießen.
 
Am Donnerstag, dem 21. Juni ging es dann nach dem Frühstück gegen 11:00 Uhr wieder zurück. Mit vielen Umsteigestationen und einer Odyssee durch ganz Hessen (durch die Verbindungen der DB) sind wir dann nach geschlagenen sechseinhalb Stunden gegen 17:30 in Siegburg angekommen.
Diese Fahrt wird allen als sehr informativ, positiv und natürlich spaßig in Erinnerung bleiben, da sie uns gezeigt hat, wie man mit viel Kreativität und Teamgeist verschiedene Kulturen und Nationen zusammenbringen kann.
 
T. Kaps, Q1
 
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