Erfahrungsbericht Chile 2016 von Shenath Ogbatedros (Q1)
Chile ist mit 4300 km das längste Land der Welt, hat deswegen 5 verschiedene Klimazonen, in denen man im Süden Pinguine beobachten kann und im Norden selbst im tiefsten Winter ein Sonnebad nehmen kann.
Was mich dorthin zog, war purste Neugier und womit ich wiederkam, waren Erfahrungen (und dezent verbesserte Spanischkenntnisse).
Die Chilenen sind offen, witzig und sehr spontan. Schon an meinem ersten Wochenende habe ich viele Leute kennengelernt und viel vom Alltag mitbekommen. Ich habe mich immer sehr wohl gefühlt, die Leute haben immer versucht langsam zu reden, aber nach einer Zeit hat man sich einfach an das schnelle Spanisch gewöhnt. Typisch für die Wochenenden waren die Carretés, also kleine Partys.
Meine Gastfamilie bestand aus den nettesten un herzlichsten Menschen, die ich je getroffen habe. In jedem Aspekt des Familienalltags wurde ich mit einbezogen und kann jetzt sagen, dass ich eien Familie weit weg von meinem Zuhause in Deuschland habe. Oft waren wir essen, fuhren spontan an den Strand oder besuchten die Großeltern im Süden.
Die DSS ist eine große und sehr schöne Schule inmitten von Las Condes, hat nebenan einen schönen und großen Park etwa 5 Gehminuten von einem großen Einkaufszentrum entfernt und etwa 20 Gehminten von der nächsten Bahnstation. Der Unterricht ist anders. Die Lehrer und Schüler haben eine viel freundschaftlichere Beziehung zueinander und man bleibt bis zum Ende seiner Schullaufbahn in Klassen statt in Kursen.
Die Norden-Tour war wohl mit die schönste Erfahrung in Chile. Ich habe in 9 Tagen mehr gesehen, als ich erwartet hatte und obwohl ich das Program fast auswendig kannte, sah alles in echt sehr anders aus, als man dachte.
Alles in einem kann ich sagen, dass ich den Austausch jedem empfehlen würde (und auch tue) und dieser Austausch keine zwei Monate in meinem Leben, sondern ein Leben in zwei Monaten war.


Erfahrungsbericht Chile 2016 von Leon Brüning, Q2

 

Ablauf des Schüleraustausches:
Die Organisation des gesamten Chile Austausches hat durch regen Informationsaustausch durch Frau Brosius und Frau Timmermann einwandfrei funktioniert, sodass kaum offene Fragen blieben. Hatte man dennoch offene Fragen, konnte man beide jederzeit kontaktieren und somit seine Fragen klären.
Die alleinige Anreise nach Chile stellte keine Probleme dar, vorausgesetzt man hatte sich vorab um die Einreisebedingungen Chiles gekümmert. Am Flughafen Santiago de Chile wurden die meisten Austauschschüler, wie auch ich, direkt von den Austauschpartnern in Empfang genommen.
Der erste Schultag in der Deutschen Schule von Santiago startet mit einem freundlichem Empfang durch Frau Timmermann, die die Schüler zunächst durch die Schule führt und ihnen während dessen einige nützliche Informationen über Chile und im speziellen über Santiago de Chile mitteilt.
Die optionale Buchung der sogenannten „Norden Tour“ ist meiner Meinung nach ein absolutes Highlight, welche man nach Möglichkeit nicht auslassen sollte. Der Preis für diese Busreise scheint ziemlich hoch, doch unter Berücksichtigung der dort gebotenen Leistungen und dem Reiseumfang ist der Preis vollkommen gerechtfertigt und deutlich unter europäischem Niveau.
In der Regel liegen die Chilenischen Winterferien innerhalb der Austauschzeit, die die Gasteltern häufig nutzen, um ihren Gastschülern etwas mehr von der Umgebung zu zeigen. Außerdem eignen sich die Ferien ausgezeichnet dazu, die schöne südamerikanische Metropole näher kennen zu lernen.
Geht es auf das Ende des Austausches zu, gibt es für minderjährige Gastschüler eine wichtige Sache zu beachten. Für die Ausreise aus Chile müssen minderjährige ihr Visum „legalisieren“ lassen, dies wird jedoch schon vor der Reise nach Chile genau von Frau Timmermann erklärt.

Meine persönlichen Erfahrungen:
Ich selbst habe gemeinsam mit meiner Freundin an dem Austauschprogramm teilgenommen und bin, wie auch sie, hellauf begeistert davon. Wir beide sind gemeinsam nach Santiago de Chile aufgebrochen. Die Einreise in das längste Land der Welt ist reibungslos von statten gegangen. Am Flughafen, wurden wir herzlich von unseren Gastgeschwistern in Empfang genommen. Die erste halbe Stunde war noch etwas Wort karg, doch nach anfänglichen Schwierigkeiten kam die Unterhaltung in Fahrt. Voller Freude wurde uns in den nächsten Tagen alles Wichtige über Santiago und Chile erzählt. Der erste Schultag war großartig, wir wurden morgens von Frau Timmermann empfangen, die uns alles Wichtige über Santiago und die Schule mitteilte.
Die Deutsche Schule Santiago ist eine sehr gut situierte Schule, in der man sich immer sicher fühlen kann. Der Unterricht kann mit dem an deutschen Schulen verglichen werden, jedoch sind die Schulsysteme unterschiedlich. Ich selbst wurde in einer der 12ten Klassen untergebracht, die ein Deutsches Abitur anstreben. In diesen Klassen wird jeglicher Unterricht auf Deutsch geführt, um die Schüler gut auf das deutsche Abitur vorzubereiten. In nicht Abiturklassen wird hingegen nur im Deutschunterricht Deutsch gesprochen. An der Deutschen Schule unterrichten viele Lehrer die aus Deutschland kommen, doch nicht ausschließlich. Bei Fragen oder Problemen sind alle Lehrer und Schüler offen und hilfsbereit, weshalb man sich nie alleine fühlen muss. In den meisten Fällen gestaltet sich der Schulweg in Chile so, dass die Schüler von ihren Eltern abgeholt werden, da diese es oftmals für gefährlich halten ihre Kinder mit dem Bus fahren zulassen. Auch im Alltag werden die Schüler häufig mit dem „Eltern Taxi“ umher gefahren.
Um auf den Aspekt der Sicherheit einzugehen, kann ich sagen, dass vor meiner Abreise nach Chile häufig gesagte wurde, dass ich auf der Straße, im ÖPNV oder Nachts auf den Straßen besonders aufpassen sollte oder es gar vermeiden sollte, Nachts auf der Straße zu sein oder den ÖPNV zu benutzen. Nun im Nachhinein der Reise, kann ich nur empfehlen alle diese Sachen nicht zu vermeiden, sondern daran teilzunehmen. Denn erst so lernt man die Chilenische Kultur und ihr Probleme wirklich kennen. Im Schutz des Autos und des Hauses, entgehen einem die wertvollsten Aspekte der neuen Kultur. Allerdings stimmt es absolut, dass man immer wachsam sein sollte und besondere Obacht auf seine Wertgestände geben sollte. Aber es ist keinesfalls so das man als Einzelperson gleich etwas zu befürchten hätte.
Für die Aufbewahrung von Wertgegenständen wie Mobiltelefon, Reisepass, Bankkarten und Bargeld empfehle ich einen Brustbeutel oder eine Bauchtasche, auch wenn diese äußerst lästig sind. Geht es darum wie man in Chile am besten bezahlt empfehle, ich in der Regel Bargeld aber auch Kartenzahlung ist in den meisten Fällen problemlos möglich. Zum Bargeld abheben habe ich immer eine Kreditkarte verwendet mit der ich kostenlos Weltweit Bargeld abheben kann (nicht jede Bank unterstützt dies).
Den Alltag in Chile habe ich häufig zusammen mit meiner Gastschwester, meiner Freundin und Ihrer Gastschwester verbracht. Meist mit ganz alltäglichen Dingen. Manchmal sind wir etwas essen gegangen oder sie haben uns etwas in der Stadt gezeigt. Das Essen in Chile ist sehr gut und auch recht international. In Supermärkten kann man oftmals sogar deutsche Produkte finden, falls es die Sehnsucht einmal verlangt. Viele Chilenischen Familien haben noch Haushälterinnen, die für sie kochen, wachen und putzen. In manchen Fällen wohnen diese sogar mit im Haus der Familie. Besonders freuen sich diese wenn man Ihnen am Ende seines Aufenthalts eine Kleinigkeit schenkt und Ihnen einen kleinen Brief schreibt.
Die „Norden Tour“ ist wie zuvor erwähnt absolut empfehlenswert, denn so lernt man zu der neuen Kultur noch zusätzlich atemberaubende Landschaften kennen, die es so bei uns in Europa nicht gibt. Zusätzlich ist es eine tolle Gelegenheit die anderen Austauschschüler näher kennen zu lernen. Denn an der Tour nehmen nur Austauschschüler der Deutschen Schule Santiago teil. Die Verpflegung während der Fahrt ist erstklassig. Morgens gibt es immer ein üppiges Frühstück und Abends wir meistens in einem Restaurant gegessen. Nur das Mittagessen muss man immer aus eigener Kasse zahlen, aber hierfür reichen immer wenige Euros. Die Hotels und Bungalows in denen man übernachtet sind immer gepflegt und sauber. Meistens gibt es auch freies Internet, um den Eltern mal ein kurzes Update über die Reise zu senden. Doch viel mehr Zeit bleibt fürs surfen nicht, denn es gibt immer etwas zu sehen oder mit den Mitreisenden zu sprechen. Auf der Reise wird unteranderem die Atacama-Wüste, mit alle ihren Schönheiten besichtigt, aber auch einige Städte und Dörfer werden auf dem Weg in den Norden besichtigt. Ein weiteres Highlight ist, ein kleiner Bootausflug auf dem man Delfine und Seeelefanten bestaunen kann. Was man auf dieser Reise auf jeden Fall mit nach Hause nimmt ist, dass Gefühl, bei dem man sich wie eine Ameise fühlt, wenn man auf ein unendlich großes völlig unberührtes Stück Erde schaut. Und man erfährt überhaupt erst, wie schön unser Planet doch auch ohne uns Menschen ist.
Ich möchte wirklich jedem, der die Möglichkeit hat an diesem Programm teilzunehmen, nahelegen es zu tun, es eine Erfahrung die man nie vergisst!