Am 05. und 12. Dezember fuhren die Klassen 8a und 8b mit Herrn Christoph, Frau Müller und Herrn Lucas im Rahmen des Politikunterrichts zum Amtsgericht Siegburg. Da alle Schülerinnen und Schüler Gerichtsverhandlungen nur aus dem Fernsehen kannten, sollte die Exkursion zeigen wie reale Verhandlungen ablaufen und offene Fragen geklärt werden. Die Fälle reichten an den beiden Tagen von Körperverletzung über Beleidigung bis hin zu Betrugsvorwürfen. Die Angeklagten waren allesamt Heranwachsende, also zwischen 18 und 21 Jahre alt, sodass vor dem Jugendgericht verhandelt wurde. Die Schülerinnen und Schüler waren überrascht wie viele Details über die Angeklagten verlesen wurden (Adressen, Vorstrafen, persönliche Lebensumstände), was sicherlich abschreckte. Die Richterinnen Frau Lauber und Frau Weismann nahmen sich in den Pausen zwischen den Verhandlungen Zeit ausführlich auf die Fragen zu antworten. So konnte beispielsweise geklärt werden, warum es im Gerichtssaal keinen Hammer wie in den USA gibt, was mit Angeklagten passiert, die nicht erscheinen und welche besonders schweren Straftaten in Siegburg schon verhandelt wurde. Auch die anwesenden Staatsanwälte, Schöffen und ein Pflichtverteidiger erzählten von ihren Erfahrungen. Die Klasse 8a konnte zudem den Zellentrakt im Keller des Amtsgerichts besichtigen, in dem Angeklagte, die in der JVA einsitzen, vor ihrer Verhandlung untergebracht werden. Am Nachmittag ging es dann nach einer Stärkung mit dem Bus gut gelaunt und voller Eindrücke zurück nach Niederpleis.