Am Mittwoch, dem 25.11.2015 präsentierten Schülerinnen und Schüler des Albert Einstein Gymnasiums, Sankt Augustin, ihre Werke zur Eröffnung der Ausstellung "Frauen bewegen Afrika". Die Ausstellung ist in der Beratungsstelle der pro familia Troisdorf weiterhin zu sehen.

Der 25.11. ist der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Diesen Tag nahmen die Schülerinnen und Schüler zum Anlass, über ihre Ergebnisse zu berichten, die sie in einer Projektwoche vor den Herbstferien unter der Leitung der AEG-Lehrerinnen Anne Brosius und Tanja Zemann erarbeitet und gestaltet haben.

Schüler der Projektgruppe klein

 Ein Höhepunkt der Projektwochenarbeit war der Vortrag von Silvia Stroh mit dem Thema „Rollenbild im Wandel zwischen Tradition und westlichem Einfluss“.

Frau Stroh ist Mitarbeiterin des Projektes BtE Logo innerhalb des EWN CMYK print.

Ihre Erfahrungen aus einem dreijährigen Aufenthalt als Entwicklungshelferin und Schauspiellehrerin in Kamerun konnte sie authentisch und überzeugend den Schülerinnen und Schülern vermitteln. Die Rolle der Frau in Kamerun unterscheidet sich noch immer deutlich von den Vorstellungen in Europa. So gilt in Kamerun noch sehr stark die Regel, dass Männer mehr Rechte haben als Frauen und diese den Worten des Mannes Folge zu leisten haben. Die Männer haben zum Beispiel keine Pflichten im Haushalt, haben aber dafür eher als die Frauen einen Anspruch auf eine vernünftige Schulbildung. In Kamerun ist für junge Mädchen meist die Zeit gar nicht vorhanden, um in die Schule zu gehen, da es dort ab dem Alter von 13-14 Jahren üblich ist zu heiraten bzw. die Mädchen schon früh mit Aufgaben im Haushalt oder bei der Feldarbeit betraut werden.

Dank der Förderung der Organisationen durch das

BMZ CMYK de

konnten die Schülerinnen und Schüler am AEG die lebensnahen Schilderungen einer kompetenten Kennerin der afrikanischen Gesellschaft erleben.

Weitere Schwerpunkte der AEG-Projektwoche spiegeln sich ebenfalls überzeugend und eindrucksvoll in den präsentierten Postern in der Beratungsstelle von pro familia nieder. So wird unter anderem auch die sehr bedrückende, menschenverachtende Beschneidungspraxis bei afrikanischen Frauen thematisiert.

Die Ausstellung repräsentiert einen weiteren Baustein einer sehr erfolgreichen langjährigen Zusammenarbeit zwischen der Beratungsstelle von pro familia und dem Albert-Einstein-Gymnasium bei sexualpädagogischen Unterrichtsreihen und Projekten.